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Das Pustertaler Breatl - rund, flach, würzig

Aktualisiert: 9. Okt. 2023

Das Pustertaler Breatl gehört wie das Schüttelbrot zu den Klassikern der Südtiroler Brotkunst.

Zu jeder zünftigen Jause gehört bis heute dieses klassische Brot.


Pustertaler Breatl Bäckerei Gatterer

Bei den Gatterers wird das Breatl bis heute gebacken.

Basis für dieses Klassikerstück ist ein Roggensauerteig, der zusammen mit Weizenmehl verarbeitet wird. Hinzu kommen kräftige Gewürze wie Koriander, Fenchel und Zigeunerkraut (Schabzigerklee).


Lukas Gatterer bäckt es heute noch nach der alten Rezeptur vom Opa Gatterer: „Wir haben das Rezept auch mal verändert. Da würde ich sagen, da haben wir uns etwas verirrt. Nach ein paar Testläufen war klar, das alte Rezept vom Opa ist einfach das Beste. So backen wir es bis heute.“


In Südtirol wuchs Getreide erstmals um 4.500 v. Chr., darunter Gerste, Hafer und Buchweizen. Auch wenn der Roggen heute die typische Getreideart in Südtirol ist, kam dieser erst 800 v. Chr. in diese Region.


Alte Backkultur - heute täglich frisch

Früher war das Backen eine sehr aufwendige Sache. Das notwendige Holz, ein eigener Brotofen oder ein Brotofen, den sich die Dorfgemeinschaft teilte. Es dauerte viele Stunden und viel Mühe, den Ofen auf Temperatur zu bringen. Das war zum einen eine Gemeinschaftsaufgabe und zum anderen wurde bei unserer Region häufig nur ein- bis zweimal im Jahr gebacken.

Das Brot musste also haltbar sein. Das Endergebnis war also ein hartes Dauergeback. So war es haltbar und war auch leichter im Transport.

Das Schüttelbrot zitiert diese Tradition bis heute.

„Anders ist es bei unserem heutigen Breatl. Wir backen es frisch, es ist sehr saftig und kann täglich gekauft werden.“, sagt Lukas Gatterer.


Wer das Breatl traditionell genießen will, greift zu den Gatterer Brotchips:

Hauchdünn geschnitten, knusprig, wie früher.

Lange wurde dieses Brot auch noch mit der Krumel geschnitten. Ein ganz traditionelles Brotschneide-Werkzeug aus früheren Zeiten. Die Gatterers haben dieses sogar nicht in der Backstube aus Holz in Dreiecksform und mit einem Messer bestückt, um die harten Brotlaibe in Stücke zu teilen.

„Diese harte Arbeit muss heute keiner mehr im Betrieb machen. Da helfen uns mittlerweile Maschinen, die uns diese beschwerlichen Handgriffe abnehmen.


Gatterer Brotchips - ein beliebtes Mitbringsel

Viele Tourismusgäste lieben es, die Brotchips als Mitbringsel zu kaufen. Ebenso ist es eine moderne Interpretation als Einzugsgeschenk. Traditionell verschenkte man zum Einzug Brot und Salz, auf das es nie ausgehen möge. Die Brotchips sind eine Kombination aus Tradition und Moderne. Es spiegelt die alte Tradition des Einzugsgeschenks wider, als Chips-Geschenk wird es jedoch nicht schlecht und die neu Eingezogenen können dies auch zu einem späteren Zeitpunkt genießen.





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