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Die Fastenbrezl und die Gatterers in der Fastenzeit

Aktualisiert: 24. März


Das Fastenbrezl auf einem Holztisch

Viele lieben die Fastenbrezel, so dass es diese im Hause Gatterer das ganze Jahr zu kaufen gibt. Aber was genau ist eigentlich die Fastenbrezel?


Wir alle kennen die Tradition, dass die Fastenzeit für den Verzicht steht. Etwas, das in der heutigen Zeit seltener gepflegt wird. Auch bei uns in der Bäckerei gibt es weiterhin unsere Süßwaren. Bei der Fastenbrezel wird jedoch seit jeher auf die Lauge „verzichtet“. Verzicht auf der einen Seite, die für viele der Genuss schlecht hin ist.

Ursprung der Brezel-Form:

Vermutlich ist die Form der Brezel schon über tausend Jahre alt.

Die älteste Abbildung einer Brezel befindet sich auf dem Bild einer Abendmahlszene aus dem 11. Jahrhundert, hergestellt für das Kloster Sankt Peter in Salzburg. Ursprünglich sollte die Form der Brezel an ein Kreuz erinnern mit Heiligenschein.

Der sog. Knoten steht für das Kreuz. Der Bogen drum herum, sollte einen Heiligenschein symbolisieren.

Diese Erklärung ist jedoch nicht die einzige. Es gibt weitere, wie jene: Es wird vermutet, dass sich die Form der Brezel aus der römischen Ringform über eine Doppel-Sechs bis zur ineinander geschlungenen Brezelform entwickelt, die wir heute kennen.

Den Ursprung der Fastenbrezel kennt jedoch nicht wirklich jemand.

Es könnte wie sie oft ein Zufall oder Versehen gewesen sein. Eine Vermutung ließe sich folgendermaßen zusammenfassen:

Früher wurden die Backstuben mit Holzasche gereinigt wurden, also ohne Chemikalien. Die Asche könnte auf einer Brezel gelandet sein und damit durch das Backen zufällig die wunderbare geschmackliche Wirkung von Lauge aufgezeigt haben können.


So einfach die Rezeptur klingen mag, es sind ja nie viele Zutaten, es sind immer die Details die es ausmachen.

Zum einen fehlt die Lauge und dadurch ist sie für viele genau deswegen attraktiv.

Zum anderen machen wir die Brezel bis heute von Hand und nicht maschinell. Uns ist das Hand-Werk bis heute wichtig und dieses Detail, das am Ende mit zur Qualität beiträgt, ist nicht zu unterschätzen.

Zurück zum Fasten - die Gatterer-Tradition

Ein strenges Fasten können wir Gatterers uns nicht vorstellen. Das läßt unsere Bäckerei-Liebe einfach nicht zu. Dennoch gibt es ein Ritual, das wir in unserer Familie bis heute weiterleben: Am Freitag gibt es in der Fastenzeit ein Fleisch. Das kennen wir von Kindheit an. Das haben uns unsere Großeltern vorgelebt und dies lebt bis heute bei uns mit unseren Kindern weiter.


Die Fasten-Zeit wird von vielen auf eine neue Art wieder entdeckt.

Manche suchen sich andere Formen des bewussten Verzichtes, wie weniger Fernsehen oder weniger am Handy verbringen. Dies ist ja ein höchst individuelle Entscheidung.


Als Bäckermeister und Konditormeister wäre eine Fastenzeit bei all den Leckereien, die wir backen und kreieren einfach nicht denkbar, das geben wir ganz offen zu.
Was wir jedoch bewahren möchten, sind die altern kulinarischen Traditionen ach aus dieser Zeit, weswegen die Fastenbrezel ganz klar bei uns auch zur Fastenzeit gehört.
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