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Die tolle Knolle

Aktualisiert: 24. März 2023



Ein Mann mit einem großen Tablett voller Bäckereiprodukte


Wer hätte gedacht, dass die Kartoffel ursprünglich gar nicht in unserer Region und allgemein in Europa beheimatet war!

Ja, die Kartoffel oder der Erdapfel, Erdbirne oder Grundbirne kommt ursprünglich aus Südamerika.

Sie wäre auch recht schnell wieder verschwunden, denn zunächst hat man die Früchte der Kartoffel missinterpretiert. Zunächst wollte man die Früchte aus der Blüte ernten und hat dies auch getan. Diese sind aber giftig für den Menschen. Erst die Erkenntnis, dass es die im Boden verborgenen Knollen sind, die nahrhaft und lecker sind, bereiteten in Europa den Siegeszug der Kartoffel.

Wann und wie genau die Kartoffel aus Südamerika zu uns gekommen ist, ist nicht abschließend geklärt, aber im 16 Jh. Etablierte sie sich in unseren Breitengraden.

Es gibt tausende Sorten, allein schon bei den Andenkartoffeln lassen sich 3000 Ausprägungen zählen.

Bei uns ist der Sortenreichtum leider begrenzter, aber auch hier tut sich etwas in Richtung Diversität. Viele Bauern entdecken sog. alte Sorten wieder und kreuzen auch neue.


Anbau weltweit

Weil die Kartoffel so anpassungsfähig ist, wird sie heutzutage praktisch auf der ganzen Welt angebaut. Während der Anbau in entwickelten Ländern über die letzten 20 Jahre tendenziell abgenommen hat, war in Drittweltländern eine Zunahme zu beobachten. Diese Zunahme beruht sowohl auf der Ausdehnung der Anbauflächen wie auf der einfachen Einbeziehung der Kartoffel in bestehende Anbausysteme: Die Entwicklung früh reifender Sorten mit einer Vegetationszeit von 80 bis 100 Tagen erlaubt es z. B. in Indien, die Anbaupause zwischen Reis- und Weizenanbau ideal zu nutzen.

Die Anbautechniken in der Dritten Welt sind sehr unterschiedlich, je nach Wachstums- und Marktbedingungen. In den Anden, Zentralafrika und dem Himalaja werden Kartoffeln hauptsächlich von Kleinstbetrieben von Hand angebaut. Bei uns ist der Anbau in den meisten Regionen stark mechanisiert worden.


Für den Hausgebrauch reicht oftmals die Orientierung: Festkochend, vorwiegend festkochend oder mehlig.

Dies differenziert die Kartoffel im Rahmen ihrer Verwendung. Je mehliger die Kartoffel desto stärkereicher ist sie in ihrer Zusammensetzung.

Mehlige Kartoffeln sind trockener. Darin begründet sich, dass die Schale mehliger Kartoffeln häufiger aufplatzt. Mehlige Kartoffeln eignen sich für sämige Kartoffeleintöpfe, Püree, Knödel, Gnocchi oder Kroketten.


Die Gatterer-Anekdote zu unserem heutigen Kartoffelbrot

Wir Gatterers sind per Zufall zu einer neuen Rezeptur gekommen. Wir erhielten eine Anfrage der Stadt Bruneck, ob wir nicht bei einem Kartoffelfest mit einem Stand vertreten sein möchten. Was lag da nicht näher, als nicht nur mit unserem Standartsortiment vertreten zu sein, sondern auch mit einem Kartoffelbrot?

Doch mit der damaligen Rezeptur waren wir nicht ganz zu 100% zufrieden. So machten wir uns im Vorfeld des Kartoffelfestes daran, unsere Rezeptur zu überarbeiten. Unser Bäcker Josef war maßgeblich mit daran beteiligt, das Brot so zu entwickeln, wie wir es bis heute im Angebot haben und heiß begehrt ist seit dem.


Hoher Kartoffel-Anteil im Gatterer Kartoffelbrot

Im Gatterer Kartoffelbrot ist ein hoher Kartoffelanteil verarbeitet: 20%.

Wir kochen die Kartoffeln nicht, sondern raspeln eine regional mehlige Sorte vorher und geben sie direkt in den Teig. Hinzu kommen Röstzwiebeln und als Dekor auf der Kruste verwenden wir gepufften Mais.

Die Kombination aus Kartoffeln, Zwiebeln und Mais macht das Brot herzhaft nussig, mit feinen Röstaromen. Gleichzeitig ist es fluffig und weich und passt wunderbar zu jeglicher Art von zünftiger Brotzeit.

Mit dem beginnenden Herbst rufen auch die Berge noch zum Wandern. Dann am Gipfel zu sitzen und unser herrlich duftendes Kartoffelbrot mit weiter Aussicht genießen, ist ein Traum. Das ist goldener Herbst, das ist Freiheit.


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